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das Wissen der weiblichen Alltagsexpertinnen in der Welt der männlich geprägten Verkehrsplanung kaum Berücksichtigung findet und 96 % männlicher Fachexperten die Verkehrsgestaltung planen und umsetzen.

 

Wussten Sie schon, dass...

die monofunktionalen Stadtstrukturen (keine Nutzungsmischung, viele wichtige Ziele liegen nicht mehr in nächster Nähe, sondern am Stadtrand) und die damit verbundenen großen Entfernungen Frauen die Realisierung einer Lebensplanung erschwert, in der Familie und Beruf miteinander vereinbar sind.

die aktuelle Stadt- und Verkehrsplanung („Stadt der langen Wege“) und eine unzureichende Ausstattung des Wohnbereiches (Fehlen von Einkaufsmöglichkeiten, Freizeiteinrichtungen, Arbeitsplätzen, Kinderbetreuungseinrichtungen etc. in der Wohnumgebung) eine verstärkte Autonutzung insbesondere für Frauen notwendig macht. 

die Motorisierung und der Führerscheinbesitz der Frauen in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. So hat sich in Graz seit 1982 die Motorisierung der Frauen mehr als verdoppelt, und der Führerscheinbesitz um ca. 64 % zugenommen.

Frauen aufgrund durchschnittlich geringerer Nettoverdienste eingeschränktere Möglichkeiten der Mobilitätsgestaltung haben (z.b. Autobesitz, Taxinutzung.

 Haushalte monatlich 226 € für Kfz-Reparatur, -zubehör und Treibstoffe, inkl. Anschaffungskosten und die Kosten für die Versicherung sogar monatlich bis zu 420 € für die Benützung des Autos ausgeben.

Frauen, insbesondere Frauen mit Kindern mangelnde Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen als große Belastung empfinden.

Frauen von den negativen Auswirkungen des Autoverkehrs durch die „traditionelle Arbeitsteilung“ in Österreich besonders betroffen sind: Es entstehen Zusatzbelastungen, da vor allem Kinder von umweltbedingten Krankheiten wie Asthma, Pseudo Krupp, Allergien, etc.  zunehmend betroffen sind und der Betreuungsaufwand steigt. Ebenso bewirkt die Unsicherheit im Verkehrsgeschehen, dass aus Angst vor Verkehrsunfällen, Kinder immer häufiger „auf Schritt und Tritt“ begleitet werden.

Frauen aufgrund unzureichendem Sicherheitsempfinden ihre Mobilität, insbesondere Wege zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bussen und Bahnen und damit ihre Aktivitäten außer Haus einschränken, was zum Ausschluss aus dem kulturellen Leben und zur Isolation beitragen kann.

Eine Verbesserung des Fußwege- und Radfahrnetzes sowie der Öffentlichen Verkehrsmitteln und eine entsprechende Ausstattung nicht nur Frauen, sondern allen VerkehrsteilnehmerInnen zugute kommt.

Lt. Shell-Studie bis 2030 vor allem Frauen und SeniorInnen die Zukunft der Motorisierung bestimmen werden, da der Sättigungsgrad beim Pkw-Besitz von Männern bereits erreicht wurde.

Männer knapp 80 Minuten im Verkehr und 20 Minuten für die Kinderbetreuung verbringen, während Frauen jeweils über 60 Minuten im Verkehrsgeschehen unterwegs sind und mit Kinderbetreuung beschäftigt sind. 

Mobilität in konventionellen Studien an der Anzahl der Wege, die zu einem bestimmten Zweck pro Tag zurückgelegt werden, gemessen wird, unabhängig davon, welches Verkehrsmittel benützt wird.

Seit 50 Jahren sich die Anzahl der Wege und der Zeitaufwand nicht verändert hat. Verändert haben sich jedoch die Entfernungen: Von früher 2 km stiegen sie auf durchschnittlich 10-15 km an. 

Das Fahrrad bis auf eine Entfernung von 5 km das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt ist.

Frauen, bei Berücksichtigung der Wegeketten statt durchschnittlich 3,5 Wege täglich, bis zu 7 Wege pro Tag zurücklegen.

Aufgrund mangelnder Alternativen und aus Angst vor Verkehrsunfällen vor allem Mütter in Österreich etwa 100 Mio. Stunden pro Jahr für Bring- und Holdienste aufbringen.

An den Instituten für Bauingenieurwesen in Österreich (Graz, Innsbruck, Wien) ca. 17 % weibliche Studierende sind und keine einzige Professur mit einer Frau besetzt ist.

 

 

 

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